Leserbrief

Radiologie: Skepsis bei den Patienten

Mit einigem Bauchweh - und skeptisch in Anbetracht der neuerlichen Verschiebung des Aus- und Umbaus am Krankenhaus Mittersill - warten wir Patienten darauf, was ab April mit der ehemaligen Radiologie-Facharztpraxis im Zeller Ärztehaus geschehen wird.
Die derzeitige Zwischenlösung "Weiterführung als Wahlarztpraxis" hat sich ohne Mammographie-Vorsorgeuntersuchungen als nicht wirklich zufriedenstellend herausgestellt. Fakt ist, dass trotz der Mammographie-Möglichkeit in der Privatklinik Ritzensee viele Frauen bereits jetzt nach Kitzbühel und nach Bischofshofen zur Vorsorge ausgewichen sind und ausweichen; also lieber in einen anderen Gau oder in ein anderes Bundesland fahren. Die schlechte Erreichbarkeit mit den Öffis und der eingeschränkt vorhandene Parkplatz in Ritzensee tragen dazu bei. Selbst wenn künftig Mammographie-Vorsorge im Tauernklinikum Zell am See möglich sein sollte, wäre auch dort das Parkplatzangebot ein Problem.
Was wir uns wünschen würden: Eine fachärztliche Radiologie-Ordination in der durch öffentliche Verkehrsmittel leicht erreichbaren Praxis im Zeller Ärztehaus, in der - wie zu Dr. Sillis Zeiten - auch Mammographie-Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden.
Was wir uns noch wünschen würden: Keine "missgelaunten, auf Pinzgauerisch grantigen" telefonischen Gesprächspartner in staatlichen Unternehmen. Ob Gebietskörperschaften oder Krankenkassen, sie alle sind Dienstleistungsbetriebe und es sind wir Steuerzahler, die dieses System mit unseren - nicht geringen - Beiträgen erst möglich machen und aufrechterhalten.


Renate Ratzenböck, 5723 Uttendorf

Aufgerufen am 19.10.2019 um 09:43 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/radiologie-skepsis-bei-den-patienten-67432735

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