Leserbrief

Raus aus diesem Kreislauf

Die meisten Kollektivvertragsverhandlungen sind nun gelaufen und der Kreislauf mit der Teuerungsspirale findet seine unrühmliche Fortsetzung. Drei und mehr Prozent an Gehaltsaufbesserung müssen von den Unternehmen, wohl oder übel, an die Kunden weitergegeben werden. Handwerker-, Dienstleistungs- und Industriearbeitsstunden verteuern sich und müssen auch von jenen getragen werden, die von der Erhöhung profitieren sollten. Aber bei den Arbeitnehmern kommen maximal 50 Prozent an und die Lebenshaltungskosten steigen wieder an. Oberstes Ziel müsste es sein, die Lohnnebenkosten zu senken, um diesen Kreislauf endlich einmal zu beenden. Würden Lohnnebenkosten um fünf Prozent gesenkt und diese Senkung an die Arbeitnehmer weitergereicht werden, käme dieses Geld auch wieder der Wirtschaft (und damit dem Staat) zugute, zumal die Kaufkraft dadurch entscheidend steigen würde. Das oberste Gebot - für Politik, Gewerkschafter und Kammern - muss also lauten: Raus aus diesem Kreislauf!


Georg Walter, 6911 Lochau

Aufgerufen am 24.10.2020 um 09:09 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/raus-aus-diesem-kreislauf-65204917

Schlagzeilen