Leserbrief

Realitätsverlust auf tirolerisch

Wenn irgendwo in Tirol der Geigerzähler für touristische Durchgeknalltheit, Hausverstandsverlust und Dekadenz ausschlägt, dann ist Kitzbühel mit hoher Verlässlichkeit mit dabei. Trotz all der vielen negativen Berichte in den Medien während der letzten Jahre können es die Kitzbüheler Bergbahnen nicht lassen, bereits Mitte Oktober bei 20 Grad plus die Wintersaison mit einem Gewaltsakt an Turbodiesel-Power auf der Resterhöhe am Pass Thurn beginnen zu lassen.

Mir ist es völlig unverständlich wie die Behörden und die Politik Salzburgs diesem Treiben einfach zuschauen und schweigen. Es ist wohl die seltsame Mischung aus Wirtschaftserotik, provinzieller Prahlerei, und Liftkaiser-Alpha-Tier-Gehabe die die Kitzbüheler Bergbahnen dazu antreiben, solche Dinge zu veranlassen.

Eine Bäuerin aus Kirchberg sagte mir einmal: "Wenn der Mensch spinnt, dann gibt er ein Zeichen." Ich hätte es nicht treffender formulieren können.

Lois Hechenblaikner, 6235 Reith im Alpbachtal

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