Leserbrief

Regionalität in der Gastronomie

Warum sich immer noch Eier aus der Ukraine in den heimischen Kaiserschmarrn "verirren" (22. 9. 2020): Lieber Herr Bayer, die "verirren" sich deshalb, weil sie sich in einem Fertigprodukt im Tetrapack befinden. Und diese werden in großem Stil von Gastronomen eingekauft, weil da jede Hilfskraft in der Küche das schnell mit der Schere aufschneiden kann, in die Pfanne gießen und fertig "kochen" kann. Und der zahlt man einen Hungerlohn. Während sich der Wirt einen ausgebildeten Koch, der viel teurer wäre, einsparen kann.

Das hat dem Wirt nämlich sein Steuerberater und Wirtschaftsconsulter beigebracht.
Und fürs Rührei und die "Sauce hollandaise" gilt das auch usw.

Und: Wo landen wohl die Abertausenden von Tonnen von Rind-, Kalb- und Schweinefleisch, die jährlich hier importiert werden? Die machen - wie jeder weiß - nur einen Betriebsausflug ins schöne Alpenland und fahren dann wieder nach Hause.

Und auf der Speisekarte und in den Medien ist alles wunderbar regional.

Das kann ich nur von der Spitzengastronomie erwarten und muss dann auch dafür ordentlich mehr bezahlen, weil die gutes Personal dazu benötigt. In der regulären Gastronomie können Sie das vergessen.

Kurt Fuchs, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 25.11.2020 um 02:46 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/regionalitaet-in-der-gastronomie-93281032

Kommentare

Schlagzeilen