Leserbrief

Reisezwang in Zeiten von Corona

Für unsere bereits in Vor-Corona-Zeiten gebuchte Reise für Anfang September 2021 bei einer deutsche Reederei gibt es keine Möglichkeit, unser Geld zurück zu erhalten auch eine Gutscheinmöglichkeit wurde abgelehnt, obwohl die Reise-Route Länder betrifft, für die immer noch die höchste Reisewarnung des Österreichischen Außenministeriums gilt und die betroffene Reederei bis Ende Juli gar keine Reisen durchführen darf. Wir haben nun die Möglichkeit, die Reise zu stornieren und unsere gesamte Anzahlung zu verlieren. Als weitere Option wurde uns angeboten, dass wir Anfang Juli laut Vertrag den gesamten Reisepreis bezahlen, falls die Reise dann doch abgesagt werden müsste, würden wir den Reisepreis ja dann vielleicht wieder zurückbekommen. Dieses Poker-Spiel ist uns aber einfach zu teuer, auch die AK hat dringend davon abgeraten.

Eine Umbuchung auf 2021 wird nur dann gewährt wenn pro Person 150,00 Euro Umbuchungsgebühr bezahlt werden (wir sind vier Reisende) und der Reisepreis erhöht sich grundsätzlich nochmals um 400,00 Euro.

Es ist eine riesen Frechheit, dass wir Reisende mit dieser Situation quasi alleine gelassen werden und es keine europaweit gültigen Regelungen gibt.

Eine Schiffsreise mit über 2.000 Personen an Bord, auf engstem Raum, eine Reiseroute in fünf europäische Städte, es ist nach logischem Hausverstand für uns nicht nachvollziehbar, wie hier die gesundheitlichen Risiken für alle Reisenden ausgeschlossen werden können.


Mag. Manuela Brandstätter-Promok, 5531 Eben im Pongau

Aufgerufen am 01.12.2020 um 10:20 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/reisezwang-in-zeiten-von-corona-89219677

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