Leserbrief

Residenzplatz - so nicht!

Der schönste Platz Salzburgs und zugleich der größte zentrale Platz einer Stadt nördlich der Alpen ist eine Zumutung. Die Fertigstellung der Gestaltung wurde offenbar auf den St.-Nimmerleins-Tag verschoben. Anders lässt es sich nicht erklären, dass Baufahrzeuge zwar hinter dem Brunnen postiert sind, diese aber nichts zur weiteren Gestaltung beitragen.
Abgesehen von den tiefen Zwischenräumen der Pflastersteine ringsum, die weggeworfenen Zigarettenstummeln ideales Depot und Damen Gelegenheit bieten, durch Steckenbleiben in den Fugen, die schon längst aufgefüllt gehörten, ihre High Heels abzubrechen, mag der in der Platzmitte aufgebrachte Schotter vielleicht zur Fußsohlen-Massage gedacht worden sein, ist jedoch im derzeitigen Zustand zum Begehen so gut wie ungeeignet!
Ich empfehle den Verantwortlichen dringend einen Besuch des italienischen Palmanova, um sich darüber zu informieren, was fußgängerfreundliche Platzgestaltung bedeutet und wie sie aussieht. Zumal dort derselbe Vincenzo Scamozzi als federführend gestaltender Architekt wirkte, auf den ja mutmaßlich auch die Idee zu Salzburgs Plätzen um den Dom zurückgeht. Im derzeitigen Zustand wäre jedenfalls der Residenzplatz selbst für ein Aufmarschieren der Carabinieri im Spalier wie zu Zeiten der regierenden Fürsterzbischöfe absolut ungeeignet!

Horst Reischenböck, 5061 Elsbethen

Aufgerufen am 28.01.2021 um 01:28 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/residenzplatz-so-nicht-69644395

Schlagzeilen