Leserbrief

"Risikoausgleich" durch "reiche Kassen"

Der sogenannte "Risikoausgleich" zwischen den "reichen Kassen" und der ÖGK ist Diebstahl an den Versicherten der BVA und der weiteren "reichen" Kassen.
Ich war 42 Jahre lang Staatsdienerin und habe jahrzehntelang höhere Beiträge eingezahlt als jeder GKK-Versicherte, habe für jede Behandlung Selbstbehalt zahlen müssen, auch für die Behandlungen meiner drei Kinder - das hat manchmal ziemlich wehgetan im Geldbörserl... Ich habe aber akzeptiert, dass Medizin Geld kostet, und die bittere Pille zwangsweise geschluckt. Und jetzt geht man her und versucht, der BVA das Geld, das von den Versicherten mehr oder weniger "angespart" wurde, abzunehmen?
Das ist glatter Diebstahl, den man zu beschönigen versucht. Und dass dieses Vorgehen vom ÖGB forciert wird, ist umso verwerflicher. Ich fühle mich als Gewerkschaftsmitglied hintergangen - nicht von der Gewerkschaft öffentlicher Dienst, sondern vom Dachverband ÖGB. Kein einziger GKK-Versicherter musste jemals Selbstbehalt abliefern!
Dass die türkis-blaue Regierung viel Pfusch produziert hat, war zu jedem Zeitpunkt klar. Dass aber die Versicherten der "reichen Kassen" jetzt um ihre Ersparnisse betrogen werden sollen, schreit zum Himmel. Denn die Reserven der BVA wurden von den Versicherten angespart - von ihren Selbstbehalten. Offenbar will man diesen Diebstahl jetzt begehen und dann auch noch legitimieren.

Dipl.-Päd. Helga Rauter BEd, 5672 Fusch an der Glocknerstraße

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