Leserbrief

Rudi Pietsch und der "Pongauer Hahn"

In anerkennender Trauer um den bekannten Tanzgeiger Rudi Pietsch (gestorben 5. 2. 2020) können sich gewiss viele Volksmusikfreunde der Lesermeinung von Walter Hammerer vom 12. 2. 2020 anschließen. Allerdings möchte ich dazu Folgendes anmerken.

Wird in diesem Zusammenhang die überregionale Bedeutung des Volksmusik-Preises "Pongauer Hahn" gepriesen, so ist es gewiss nicht nur mir, sondern auch allen anderen begeisterten Besuchern dieser wunderbaren Volksmusikveranstaltung unerklärlich, weshalb die Stadtgemeinde St. Johann - mit Herrn Bgm. G. Mitterer als Verantwortlichen - der Fortführung dieser erfolgreichen und anerkannten Idee eine Absage erteilte.

Namhafte, anerkannte Persönlichkeiten aus dem Genre Volksmusik - von Peter Moser, Roland Neuwirth, Rudi Pietsch bis hin zu Franz Posch - waren in idealistischer Weise bemüht, eine qualitätsvolle Weiterentwicklung dieser schönen Veranstaltung zu gewährleisten und so den "Pongauer Hahn" zu einem kontinuierlichen Erlebnis für alle Volksmusik-Freunde werden zu lassen.

Nicht unerwähnt bleiben sollten die bislang ca. 20 ausgezeichneten, meist jungen Solisten bzw. Ensembles aus dem Gesangs- u. Instrumentalbereich aus Österreich, Südtirol und Bayern.

Der praktizierte Vergabemodus durch einen Paten/Patin - nach einer Idee der Begründer, Heidelinde Kahlhammer, Philipp und Roswitha Meikl - hat sich unbestritten bewährt und brachte den Ausgezeichneten gebührende Ehre.

Die unerwartete Einstellung des "Pongauer Hahn - St. Johann i. Pg." ist in mehrfacher Hinsicht ein bedauernswerter Verlust, gerade in Zeiten vermehrter Besinnung auf niveauvolle, regionale Kultur und Volksmusik in bester Qualität.

Maria Höll, 5524 Annaberg

Aufgerufen am 01.12.2021 um 08:24 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/rudi-pietsch-und-der-pongauer-hahn-83686798

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