Leserbrief

Salzburgs unermüdliche Helfer

Da ich selbst lange Freiwilliger in so manchen Organisationen war, lese ich mit großer Freude, dass Gemeinden freiwillige Helfer bei Wohnungssuche und Hausbauen unterstützen. Firmen, die ihre Beschäftigten - wenn dies vom Arbeitsablauf möglich ist - vom Dienst freistellen, lobend, z. B. in der Gemeindeinformation, erwähnt werden. Zurzeit ist der Winter das große Problem, es gibt aber auch über das ganze Jahr genügend Situationen, in denen es ohne Freiwillige nicht möglich wäre, die Anforderungen zu bewältigen. Von der Feuerwehr über die verschiedenen Rettungsorganisationen, die Altenpflege bis zur Musikkapelle, um nur einige Organisationen zu nennen. Soviel ich weiß, werden in Gemeinden nur mehr Beschäftigte angestellt, die bei der Feuerwehr oder bei der Rettung sind, um im Ernstfall Hilfe leisten zu können.

Die Bevölkerung muss sich darüber im Klaren sein, wie sich das in der Geldbörse auswirken würde, wenn all die freiwilligen Dienste bezahlt werden müssten. Wobei Organisationen einen schönen Freundeskreis schaffen können.

Ich könnte mir einen "Freiwilligen-Pass" vorstellen, den die Gemeinde ausstellt. Je nach dem Stellenwert der Organisation gibt es Punkte zu vergeben, die Hilfestellung oder Unterstützung zum Beispiel bei Wohnungssuche oder Hausbau sind, aber auch Ermäßigungen bei Besuch von öffentlichen Einrichtungen ermöglichen.

Allein wenn ich im Krankenhaus oder auf Reha bin, das gute Gefühl, schon genug für die Allgemeinheit getan zu haben und nicht nur dem Staat und dessen Einrichtungen auf der Tasche zu liegen, tut gut.


Manfred Wagner, 5204 Straßwalchen

Aufgerufen am 20.08.2019 um 02:58 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/salzburgs-unermuedliche-helfer-64186306

Schlagzeilen