Leserbrief

Salzburgs zweite Seite

Während das Management der Salzburger Festspiele alles tut, um einen in jeder Hinsicht erfolgreichen Ablauf des Festivals für Künstler wie Besucher zu garantieren, wird man an den Salzachufern mit einem konträren Bild der Stadt konfrontiert. Radfahrer benutzen ungeniert und in rasanten Tempi Gehwege, die Fußgänger ständig in Gefahr bringen. Spätestens in den frühen Abendstunden bis weit in die Nacht hinein versammeln sich Jugendliche in Gruppen, mitgebrachte Kofferradios sorgen für zusätzliche Lautstärke, Abstand wird, selbstverständlich, nicht gehalten. Dass am nächsten Morgen Bedienstete der Stadt die nicht unbeträchtliche Menge an Müll einsammeln, um wenigstens für einige Stunden den erwarteten Zustand für die Bewohner und Besucher Salzburgs herzustellen, kann diesen Zustand nicht vergessen machen. Mit einem Alkoholverbot, wie an anderen Orten Salzburgs, und strikten Kontrollen der Polizei wäre es anders. Was spricht gegen einen solchen Weg? Einer Festspielstadt ist dieser Zustand unwürdig, nicht nur, aber gerade in Coronazeiten.

Prof. Dr. Walter Dobner, 1080 Wien

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