Leserbrief

Schallenberg - ein undiplomatischer Diplomat

Soeben als erstklassiger Diplomat vom Bundespräsidenten gelobt und angelobt, äußert sich der neue Bundeskanzler Schallenberg alles andere als diplomatisch. Er halte die Anschuldigungen gegen Kurz für falsch. "Halten" und "glauben" heißt nicht wissen, das ist allseits bekannt.
Und er unterstellt der Justiz indirekt, Hausdurchsuchungen und Anschuldigungen aus lauter Jux und Tollerei zu veranstalten bzw. zu erheben. Neben aller Spalterei untergräbt er damit das Wertvollste, was wir in unserer Demokratie besitzen - die Gewaltenteilung. Den Tonfall in den Chats lässt Herr Schallenberg unkommentiert. So muss man sich gleichzeitig davon verabschieden, dass "wertkonservativ" etwas mit Respekt und menschlichem Anstand zu tun hat. Traurige Zeiten für Menschen.


Dr. Anke Wagner, 1040 Wien

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