Leserbrief

Schotterwerk Lidaun

Zu den beiden Leserbriefen in den SN vom Samstag, 15.2.2020, von Hrn. Prof. Roman Türk zum Umgang mit der Natur am Beispiel des "Moorrests" in Schallmoos und der Empfehlung des Hrn. Ing. Eppensteiner im Fall "380-kV-Leitung", doch einsichtig zu sein und Demonstrationen, Gegengutachten und sonstige Kämpfe ("diesen Zirkus") zu unterlassen, es wird sowieso gemacht, wie es die Mächtigen wollen und kostet die Gemeinden nur Geld. Dazu gibt es ein weiteres Beispiel in unserer Gegend: das geplante Schotterwerk am Lidaun. Und das geht so (sehr gekürzte Fassung):

Die Bundesforste bieten einem Schotterwerksbetreiber einen wesentlichen Teil des Faistenauer Hausbergs zum Abbau an. Der Betreiber reicht, um Auflagen teilw. zu umgehen oder zu erfüllen, teils haarsträubende sog. Gutachten für das Projekt ein, die Behörde verlässt sich darauf und wer mit dem Vorhaben nicht einverstanden ist (Anrainer, Gemeinde), der ist gezwungen, Gegengutachten erstellen zu lassen. Der Betreiber reicht wieder teils mangelhafte Gutachten ein und das Spiel geht so lange, bis die Gegner kein Geld mehr haben. Der Betreiber ist aber immerhin so nett, der Gemeinde zu raten, "es doch sein zu lassen, es kostet euch nur Geld"! Ja eh: Da kann man halt nichts machen!

Mag. Manfred Becker, 5324 Faistenau

Aufgerufen am 27.01.2021 um 03:45 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/schotterwerk-lidaun-84326584

Kommentare

Schlagzeilen