Leserbrief

Schule: Corona hat Spuren hinterlassen

Apropos, QMS steht für Qualitätsmanagement für Schulen. Anstatt wie vor Jahren von der Politik angekündigt die ehemaligen Bezirksschulinspektoren abzuschaffen, mutierten diese stillschweigend zu sogenannten Schulqualitätsmanagern. In seinem Leserbrief "Unterricht statt Bürokratie" (SN-Lokalteil, 25. 10.) zeigt Herr Erhard Petzel sehr treffend und unmissverständlich auf, dass dieser neuen Schulaufsicht, ob ihrer Arroganz und Abgehobenheit, der reale Bezug zur Unterrichtsstätte Schule total abhandengekommen ist.

Eineinhalb Corona-Schuljahre haben bei Lehrern und Schülern Spuren hinterlassen. Die Unruhe in den Klassen und Gängen hat sich deutlich erhöht, Aufmerksamkeitspegel und Konzentrationsvermögen im Unterricht, Qualität der Handschrift und das Engagement vieler Schüler die Mitarbeit betreffend haben merklich nachgelassen.

Lehrer sind mehr gefordert denn je zuvor, haben alle Hände voll zu tun. Allein sie können (wieder) für mehr Qualität in der Schule sorgen. Auf der "Spielwiese QMS" meinen nunmehrige Schulqualitätsmanager, durch mediales Blendwerk und abgehobene Inszenierung des QMS-Pakets für mehr Qualität in den Schulen sorgen zu müssen, um ihre Versorgungsjobs zu rechtfertigen. Leere Worthülsen, bildungswissenschaftliche Stehsätze und pädagogisches Geschwurbel helfen Schülern und Lehrern keinen Deut weiter, sondern machen QMS zur kostspieligen Farce.

Sepp Schnöll, Lehrer, 5431 Kuchl

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