Leserbrief

Schutz unserer Bienen in Hallein

Wie wichtig der Schutz unserer Bienen und Insekten für unser Ökosystem
ist, das ist ja nicht erst seit gestern bekannt. Und so ist es sehr zu begrüßen, dass die Stadt Salzburg mit Frau Mag. Anja Hagenauer nun als "Schirmherrin" mit guten Beispiel vorangeht und endlich Maßnahmen zum Schutz der Bienen und Insekten gesetzt werden.

Leider gibt es nach wie vor zu viele Landwirte und Hobbygärtner, die
hochgiftige Pflanzenschutzmittel einsetzen. Und nach wie vor zu viele, die
durch zu häufiges Mähen ihrer Felder keine Wiesenblumen mehr aufkommen
lassen. Wo bitte findet man noch wie früher Glockenblumen und Margeriten
auf den Wiesen? Höchstens noch an den Wiesenrändern. Nicht ausgenommen
sind auch da Gartenbesitzer, welche ihre Rasenroboter arbeiten lassen, damit nicht einmal mehr ein Gänseblümchen überleben kann.

Wie wenig dies alles unsere Regierung in Wien und die EU kümmert, sieht man daran, dass es schon zu lange dauert, diese "Pflanzenschutzmittel" komplett zu verbieten und bestehende Verbote zu vermehrt zu kontrollieren, insbesondere den Internethandel betreffend. Ebenso gehört der Einsatz von Laubbläsern schon längst verboten und nicht wie jeden Herbst blablabla nur immer wieder davon gesprochen.

Ich habe der Stadtgemeinde Hallein (den zuständigen Herren vom Wirtschaftshof) bereits seit 2015 immer wieder vorgeschlagen und darum gebeten auf den von der Gemeinde zu betreuenden Grünflächen, Kreisverkehren, etc. Wiesenblumensamen streuen zu lassen, das hätte viele Vorteile: Es muss nicht so oft gemäht werden, es sieht nett aus und die Bienen und Insekten freuen sich ebenso darüber. Aber es geschah und geschieht nichts.
Viel zu wenig bis gar nichts wird meiner Meinung nach gegen das immer
stärker wuchernde Drüsenspringkraut und andere nicht heimische
Pflanzenarten unternommen.
Ich kann mir vorstellen, dass sich die fleißigen Arbeiter von der HAI
(Halleiner Arbeitsinitiative) gerne für all die Arbeiten, zu denen die
Gemeindeangestellten anscheinend nicht kommen, bereit erklären. Das Geld
hiefür müsste doch vorhanden sein?

Ich hoffe sehr, dass nach den Bürgermeisterwahlen in Hallein die
Gemeinde und viele andere Städte und Gemeinden dem Beispiel der Stadt
Salzburg folgen.

Ingrid Langer, 5400 Hallein-Taxach

Aufgerufen am 31.10.2020 um 02:55 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/schutz-unserer-bienen-in-hallein-65570977

Schlagzeilen