Leserbrief

Schwarzbau in Aigen

Zum Artikel "Anzeige gegen Nachbar entpuppte sich als Eigentor" vom 5. 11.: Schon so mancher Politiker versuchte über die Öffentlichkeit das Recht zurechtzubiegen. Schade, dass der Redakteur nicht mit dem in seinem Bericht zitierten Nachbarn auch gesprochen hat, sondern nur Herrn Hirscher zuhörte. Der kontaktierte Anwalt Dr. Gerhard Lebitsch kennt die Problematik erst seit dem Gang zum Verfassungsgerichtshof.

Der Verhandlungsleiter des Baurechtsamts Salzburg hat sich mehrmals intensiv bemüht, einen Konsens herbeizuführen, und Herrn Hirscher auf die rechtlichen Folgen mehrmals klar und deutlich hingewiesen. Herr Hirscher "wollte es aber wissen". Mehrmals fragte man ihn: Wollen Sie das wirklich wissen? Herr Hirscher: "Ja, ich will es wissen!"

Geflissentlich bleibt unerwähnt, dass Herr Hirscher ein über 25 lfm langes Gebäude direkt an die Grundgrenze zum Betriebsgebäude gestellt hat. Mit seinen Bauteilen auf Nachbars Garten steht und keine schalltechnische Trennung vornahm. Erst seit seinen Baumaßnahmen gibt es eine Körperschallübertragung, die er aber selbst verursachte. Der Steinmetzbetrieb bestand schon, als auf seinem Grund noch eine Gartenhütte vorhanden war. Es gab und gibt keine Staubentwicklung.

Dem Nachbarn wurde auch nicht - wie zitiert - "nachträglich" alles bewilligt, sondern es wurde um eine Manipulationsfläche und Aufstellung eines Containers im Freien angesucht und dies wurde mit Bescheid bewilligt, gegen den Herr Hirscher Berufung einlegte und der nun beim LVwG Salzburg liegt.

Das Eigentor ist leider selbst verschuldet, die Behörde hat alles unternommen, um dies zu verhindern!

Helmut Zechner, 5020 Salzburg

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