Leserbrief

Senkung der Wohnkosten

Die GBV Salzburg hat kürzlich Vorschläge zur Senkung der Wohnkosten vorgestellt. Dazu sollen sinnvolle Normen und Gesetze aufgeweicht werden.

Was die GBV aber nicht sagt (warum nicht?), dass die größten Preistreiber die Architekten sind. Die aktuelle "Mode" ist ein krasses Beispiel dafür. Vorsprünge und Rücksprünge um jeden Preis, damit Potenzierung der Baukosten, der möglichen und tatsächlichen Baufehler, der Instandhaltungkosten usw.. All das bezahlen am Ende die Bewohner. Man könnte z. B. ein Haus mit zwölf Wohnungen mit drei bis vier Installationsschächten bauen, die senkrecht übereinander und kostengünstig herzustellen wären. "Kreative"Architekten brauchen dazu zehn bis zwölf Installationsschächte, da nicht einmal mehr die Grundrisse je Geschoß ident sind. Diese "Kreativität" verringert die Wohnnutzflächen und treibt die Kosten je Quadratmeter Wohnfläche in ungeahnte Höhen. Die "Spitzenreiter" unter den Architekten verlegen dann sogar noch die Regenwasserleitungen unzugänglich in die Fassade, wobei die Leitungen in jedem Geschoß etagiert werden müssen, da nicht einmal mehr die Fenster übereinander liegen.

Wer das nicht glaubt, ein Blick auf die großen und kleineren Wohnbauten der letzten zehn Jahre würde reichen, um all das und noch viel mehr sichtbar zu machen.


Helmut Meisl, 5400 Hallein

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