Leserbrief

Sicherheitsmaßnahmen aufrecht erhalten

Mit 78 Jahren gehöre ich der Risikogruppe an und habe alle von der Regierung verordneten Regeln bedingungslos akzeptiert und mich allen Sicherheitsvorkehrungen ohne Jammer unterzogen, mit der einzigen Zielsetzung gesund zu bleiben.
Auch für die jetzt zugelassenen Erleichterungen habe ich Verständnis. Dass die Regierung jedoch jetzt die Grenzen fast uneingeschränkt öffnet, kann ich nicht verstehen, sind wir doch von Italien über Ungarn bis zur Schweiz von Krisenherden eingerahmt. Nun kann jeder ohne Gesundheitsnachweis und mit fadenscheinigen, nicht zu kontrollierenden Argumenten nach Österreich einreisen. Ungeachtet dessen, dass namhafte Virologen davor warnen die erzielten Erfolge auf die leichte Schulter zu nehmen, da eine zweite Corona-Welle nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Noch vor einigen Tagen hat der Gesundheitsminister im TV gemeint, dass vor Verfügbarkeit von Medikamenten und Impfstoffen eine internationale Reisetätigkeit nicht vorstellbar ist. Wir Österreicher sind wahrscheinlich noch zurecht angehalten strenge Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten, lassen aber unkontrolliert Menschen aus dem benachbarten Ausland zu uns herein. Das stellt sich für mich als kontraproduktiv dar.
Ich appelliere an die Regierung, jetzt konsequent zu bleiben und nichts aufs Spiel zu setzen.

Die Gesundheit der Österreicher muss nach wie vor oberstes Ziel bleiben, auch wenn wir damit viele andere Nachteile noch einige Zeit in Kauf nehmen müssen.


Kurt Walbert, 5201 Seekirchen

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