Leserbrief

Soziale Einbindung ist zu verbessern

Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung wird auch heute noch mangelnde Barrierefreiheit in Österreich beklagt. Immer noch bezahlen viele Betriebe eher die Ausgleichstaxe, als Menschen mit Behinderung zu beschäftigen. Vieles wäre möglich, wo ein Wille, da ein Weg. Positivbeispiele können Orientierung bieten. Die kürzlich im Schloss Mirabell stattgefundene Ausstellung "Welt der Gehörlosen" von "Hands up" ist ein wertvoller Schritt zur Bewusstseinsbildung.

Dort, wo Menschen mit Behinderung tätig sind, mangelt es mitunter an gelebter Teilhabe. Während die Betriebe die Förderungen gerne annehmen, ist die soziale Einbindung der betroffenen Mitarbeiter/-innen im Arbeitsalltag mitunter noch verbesserungswürdig. Es gilt Berührungsängste abzubauen und Brücken aufzubauen. Beispiel: Wer kommuniziert wie mit einer/-m hörbeeinträchtigten Mitarbeiter/-in in der Pause, auf Firmenveranstaltungen etc.? Wer ist bereit, einige Gebärden dafür zu lernen?

Generell, wie sehr wird überhaupt über Teilhabe-Möglichkeiten im Betrieb nachgedacht bzw. gemeinsam diskutiert? Gelebte Diversität würde auch das beinhalten. Denn Teil haben, heißt auch Teil sein.

Brigitte Sailer, 5020 Salzburg

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