Leserbrief

Sperre der Schulen ist ein falsches Signal

Immer wieder wurde in den vergangenen Wochen gemeldet, dass Schulschließungen die absolute Ausnahme bleiben und diese nur im "letzten Schritt" erwogen würden. Seit Schuljahresbeginn wird, soweit ich das von den Schulen meiner Kinder mitbekomme, penibel auf die Einhaltung der geltenden Covidregeln im Schulbereich geachtet.Gleichzeitig meinen einige Quertreiber im Privatbereich (Stichwort: Anhänger/-innen von Verschwörungstheorien rund um Salzburg), geltende Coronaverhaltensregeln ignorieren zu müssen. Der Effekt: Sofort wird wieder das Homeschooling für einen Großteil der Oberstufenschüler/-innen in ganz Salzburg eingeführt. Warum, frage ich mich? Wo sind die großen Cluster im Schulbereich? Oder geht es hier nicht doch einfach nur um reinen Politaktionismus in einem Bereich, der leider keine große und (finanziell) gewichtige Lobby hat? Während in den Einkaufszentren weiter fröhlich dem Konsum gefrönt werden darf, sollen die Schüler/-innen gefälligst zu Hause lernen. Die Konsequenzen für Jugendliche in puncto Bildung und Sozialkontakte werden ignoriert. Einzig eine florierende Wirtschaft und die Sicherung der heiligen Kuh Tourismus stehen hier scheinbar wie immer im Fokus. Das ist eine Zumutung für alle Betroffenen und meiner Meinung nach das falsche Signal!

Isabella Wallmann, 5102 Anthering

Aufgerufen am 03.12.2020 um 08:06 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/sperre-der-schulen-ist-ein-falsches-signal-94573507

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