Leserbrief

Sprachliche Herausforderungen

Nach langer Zeit befasst sich wieder jemand (LB v. Silvia Greindl, SN. 10.4.) mìt der Verhunzung unserer Sprache ("vor Ort ", "macht Sinn", "nimmt Risiko", "halbierte Verkehrstote", "verlängerte Präsenzdiener" etc.) - Verlängerung gefällig?
Selbst Journalisten (zu Zeiten von Kurt Tucholsky, Jura Soyfer oder Rudolf Augstein ein hoch angesehener Beruf) sondern heutzutage Unsinn wie "nichtsdestotrotz","in etwa" oder "man geht davon aus" ab.
Ich erinnere mich mit Wehmut an die seinerzeitige Radiosendung "Achtung Sprachpolizei" oder an Hans Weigels "In den Wind gesprochen". Manch heutigen Schreibern, mangelhaft gebildeten Politikern usw. empfehle ich einschlägige Literatur von Friedrich Torberg oder Peter Wehle.

Peter Mandl, 5026 Salzburg

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