Leserbrief

Spritpreise müssen weh tun

Die Einpreisung vom CO2-Verbrauch ins Steuersystem ist bahnbrechend. Natürlich tut es (fast) jedem weh, dass der Preis für fossile Produkte extrem gestiegen ist und wohl noch weiter steigen wird. Dadurch werden auch andere Produkte teurer, auch klar. Jetzt aber den Wegfall der Mehrwertsteuer auf Diesel und Benzin (SPÖ) oder die CO2-Einpreisung zu streichen (FPÖ), halte ich für einen schweren Fehler, da haben ein paar Leute immer noch nicht kapiert, dass der Klimaschutz - wie übrigens alles andere auch - nur über den Umweg "Geld" zu erreichen ist.

Erst wenn Autofahren extrem teuer ist, werden Kilometer gespart oder wird umgestiegen auf Öffis und Rad. Oder geht es jetzt wieder mal um simplen Stimmenfang? Ja, helfen wir sozial schwachen Haushalten, zum Beispiel würde es viel bringen, wenn im Bereich der Mindestsicherung das 13./14. Einkommen nicht mehr angerechnet wird. Es gäbe so einfache Maßnahmen, um wirklich zu helfen. Und trotzdem voll in Richtung Klimaschutz zu gehen.


Günter Österer, 5020 Salzburg

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