Leserbrief

Staatspreis für Euorpäische Literatur: Ein Moslem als Präsident?

In Salzburg bekommt also der Franzose Michel Houellebecq den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur überreicht (SN vom 9. 5. 19). "Seine Texte verraten ein besonderes Sensorium für Fragen von gesellschaftlicher Sprengkraft …", urteilte die Jury. Vielleicht war sie vor allem von seinem Roman "Unterwerfung" beeindruckt, in welchem er die gesellschaftliche Entwicklung in Frankreich unter einem muslimischen Präsidenten beschreibt. Dies ist zwar eine literarische Aufarbeitung des Migrantenproblems, aber wenn man dessen Entwicklung an Hand von Fakten verfolgt, hat Houellebecq eine "reale" Vision geschrieben.
Fakten werden ja zuhauf von engagierten Autoren wie z. B. der mutigen Lehrerin Susanne Wiesinger (Kulturkampf im Klassenzimmer - Wie der Islam die Schule verändert) oder Thilo Sarrazin (Feindliche Übernahme) geliefert, beide unverfänglich, weil bekennende Sozialdemokraten, aber von der "politisch korrekten" Öffentlichkeit weitgehend negiert bzw. tendenziell angegriffen. Mit dem Begriff Hetze ist man schnell bei der Hand. Sarrazin durchlief sogar mehrmals ein Parteiausschluss-Verfahren, obwohl seine Daten wissenschaftlich fundiert sind. Wissenschaftlich seziert z.B. auch der Asylexperte Paul Collier, Oxford, (Buch Exodus) den "Spaltpilz" unserer Gesellschaft und schreibt, dass, je größer der Sprachenabstand, der kulturelle Unterschied, die Zuwanderungsmenge und deren Diversifizierung (z.B. Tschetschenen-Iraker) sind, desto mehr sinkt das Vertrauen der aufnehmenden Gesellschaft zu und die Kooperationsbereitschaft mit den Migranten. Die Bereitschaft zur Finanzierung sinkt und der soziale Friede sei gefährdet ("soziale Dysfunktion"). Eigentlich eine Binsenweisheit, falls man die Medien mit Interesse verfolgt und seine eigenen Schlüsse daraus zieht.
Kein Wunder, dass der Rechtspopulismus zunimmt. Die politisch korrekte Welt sieht darin den Spaltpilz unserer Gesellschaft und ignoriert, leugnet oder vertuscht dessen Ursachen. Alexander Purger ist einer der wenigen Journalisten, der die Frage nach den Ursachen des Rechtspopulismus stellt. In seiner Kolumne v. 29. 4. nennt er die Migration als Hauptgrund. Diese Erkenntnis sollte als Leitbild der Berichterstattung in unseren Medien eingehen, damit in der Öffentlichkeit das Sensorium gegenüber der Bedrohung durch den Islam (nicht nur des sogenannten Politischen) verstärkt wird und nicht auf das nächste Attentat warten muss. Sein Einfluss dominiert ja schon unsere Schulen.

Horst Weber, 5084 Großgmain

Aufgerufen am 24.08.2019 um 09:32 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/staatspreis-fuer-euorpaeische-literatur-ein-moslem-als-praesident-70230088

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