Leserbrief

Stadt der Verhinderer

Es muss den Schreibtischtätern - nur so sind die in Schloss Mirabell "amtierenden" Damen und Herren zu bezeichnen - eine geradezu diebische Freude bereiten, am anderen Ufer der Salzach, sprich: in der Altstadt, erfolgreichen Geschäftsleuten Prügel vor die Füße zu werfen.

Beispiel gefällig? Der am Mozartplatz, dort, wo ausreichend Raum vorhanden war, tätig gewesene Radverleih wurde weg, ans Flussufer verbannt. Dorthin, wo, wie jeder Heimische weiß, ja ausreichend Platz vorhanden ist, um sich vor Antritt einer Fahrt ausreichend mit der nötigen Technik vertraut zu machen. Interessierten Gästen vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben Radfahren schmackhaft zu machen - "Salzburg, die Radfahrmetropole": dass ich nicht lache.

Als jüngster Schildbürgerstreich wird dem gern besuchten Gasthof Zwettler's der von den Wirtsleuten adaptierte und erfolgreich betriebene Schanigarten auf der anderen Seite der Kaigasse nicht mehr zugebilligt. Einfach aberkannt, gestrichen und dass knapp vor Saison-Beginn. Geht's noch?

Noch die früheren Landesherrn, die Fürsterzbischöfe, waren sich bewusst, dass Geldleistungen von den Untertanen nur dann zu lukrieren sind, wenn diese auch selbst über Ertrag verfügen. Den Beamtinnen und Beamten des Magstrats bei ihren Entscheidungen einmal ins Stammbuch geschrieben: Zu ihren Bezügen tragen nicht zuletzt die Leistungen der Wirtschaftstreibenden bei!


Horst Reischenböck, 5061 Elsbethen

Aufgerufen am 29.11.2020 um 12:30 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/stadt-der-verhinderer-67957498

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