Leserbrief

Stadt Salzburg und der Klimaschutz

Beinahe täglich werden wir Bürgerinnen und Bürger über die Medien über den stattfindenden Klimawandel informiert, auf den sich die Welt und wir alle künftighin einstellen müssen. Bedauerlicherweise hält zumindest bisher es die Stadt Salzburg für unabdingbar, ihren städtischen Mitarbeitern des Bauhofes - beheimatet beim Salzachsee in Liefering - zu erlauben, mit ihren Einsatz-/Dienstfahrzeugen täglich zur Mittagspause dorthin aus allen Stadtgebieten anzureisen. Bei diesen Fahrzeugen handelt es sich ausschließlich um LKW-Dieselfahrzeuge, (Kehrfahrzeuge, Beleuchtungsfahrzeuge mit Leiterkörben, Kanal-Pumpenautos, diverse sonstige LKW's, mit Kränen, Fahrzeuge der Straßenreinigung, vom Gartenamt usw.)
Diese nicht mehr zeitgemäße und eindeutig der Sparsamkeit und Zweckmäßigkeit widersprechende Lösung verursacht nicht nur erhebliche Kosten für uns Steuerzahler, (Treibstoffe, die Unterhaltskosten der benutzten Fahrzeuge und Arbeitszeitverluste) sondern auch in besonders verwerflicher Weise für eine Schädigung der Gesundheit der Salzburger Stadtbevölkerung. Wir alle wissen über die Schädlichkeit der Dieselabgase Bescheid, nur die Stadtpolitik scheint dies nicht anerkennen zu wollen.
Seit Jahren ab 2003 habe ich die politischen Ressortleiter des Bauhofes und zwischenzeitlich auch Herrn Bürgermeister Schaden schriftlich und über Medien diesen unzeitgemäßen Sachverhalt nahe gebracht, bis zum heutigen Tage leider erfolglos. Sehr geehrte Damen und Herren der Stadtregierung und der Landesregierung, mein dringendes Ersuchen an sie alle, untersagen sie endlich diese praktizierte UN-Lösung.
Tausende Dienstleistungsmitarbeiter der Privatunternehmen machen tagtäglich ihre Mittagspause vor Ort, ohne ihren Ausrückungsort anzufahren.
Zum Abschluss noch: lch möchte nicht, hier falsch verstanden zu werden. Aber man müsste doch seitens der Regierung imstande sein, mit den Betriebsräten und Personalvertretungen ein Ersatzpaket für die Mitarbeiter auszuarbeiten, welches sozial gegenüber diesen ausfällt, um diese Lösung - in Zeiten wie diesen - schon aus Klimaschutzgründen zu unterlassen.
Mein Appell auch an die zuständigen Betriebsräte und Personalvertreter: Verschließen sie sich nicht gegen eine Lösung im Sinne einer gemeinsamen Verantwortung für unsere Umwelt.


Herbert Hofmann, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 22.10.2020 um 08:58 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/stadt-salzburg-und-der-klimaschutz-74131636

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