Leserbrief

Steuerreform der Regierung

Derzeit wird wieder Ankündigungspolitik in Sachen "Steuerreform zugunsten der Steuerzahler" gemacht. Abgesehen von den Versprechungen, die permanente (Einkommens-Lohn) Steuererhöhung durch die Progression abzuschaffen, vergisst man, dass andere Steuern wie die KESt gerade den kleinen Sparer, der alternative Formen der Vermögensschaffung sucht, schwer treffen. Bei der KESt besteuert der Staat selbst den geringsten Zinsertrag weit über den Steuersatz hinaus.

Beispiel: Girokonto, 0,01 Prozent Habenzinsen, Guthaben etwa 2500 Euro bringt monatlich Zinsen von 0,02 Euro, KESt darauf 0,01 Euro, also 50 Prozent.

In vielen Bereichen der Steuergesetzgebung gibt es "Bagatellgrenzen", bis zu denen Steuern nicht eingehoben werden, weil es dem Fiskus zu aufwendig ist. Daher bitte an den neuen Finanzminister: Mindestgrenze bei Kapitalertrag und Wiedereinführung der Behaltepflicht von Aktien (ein Jahr) damit sich auch der "kleine Mann" ein wenig Kapital aufbauen kann.

Gerhard Rust, 8625 Turnau

Aufgerufen am 25.09.2020 um 01:15 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/steuerreform-der-regierung-82941568

Kommentare

Schlagzeilen