Leserbrief

Strafmaß bei Verkehrsunfällen zu niedrig

Der Leserbrief von Herrn Neubacher unter dem Titel "Verkehrssündern Einhalt gebieten" (SN vom 2. 4. 19) trifft den Kern der Sache genau. Auch wenn die Politik aufgrund von Statistiken bei den Verkehrsunfällen keinen Handlungsbedarf sieht, spricht das subjektive (Un-)Sicherheitsempfinden auf den Verkehrswegen eine andere Sprache. Dementsprechend ist der im Leserbrief verwendete Begriff "Russisches Roulette" keineswegs übertrieben, denn es gibt kaum noch Fahrten, zumal auf Überlandstraßen und bei höherem Tempo, bei denen es nicht zu kritischen Situationen im Gegenverkehr (riskante Überholmanöver, Fahren auf der Fahrbahnmitte) kommt. Das findet sich natürlich in keiner Verkehrsstatistik. Telefonieren am Handy, SMS schreiben und andere ablenkende Tätigkeiten während des Lenkens eines Fahrzeugs müssten ungleich strenger bestraft werden, um präventiv auf die Vermeidung von Unfällen zu wirken. Auf die Tragik, welche unschuldige Opfer eines schweren, womöglich tödlichen Verkehrsunfalles betrifft, sei in diesem Zusammenhang nochmals besonders hingewiesen.
Im Vergleich zur Strafbemessung bei Vermögensdelikten erscheint das Strafmaß bei Verkehrsunfällen jedenfalls viel zu niedrig.

Georg Weigl, 5023 Salzburg

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