Leserbrief

Stromleitung und kein Ende!

Leserbriefschreiber, Rechtsanwälte, Leitungsgegner aber auch Medienberichte wiederholen gebetsmühlenartig Unwahrheiten, stellen Behauptungen in den Raum, listen Nachteile auf, vergessen dabei aber die Vorteile zu erwähnen. Als Salzburger ist man ja ständig mit Ergüssen von Bürgerinitiativen konfrontiert, aber in Bezug auf die "Salzburgleitung" kommt einem nur mehr der Ausdruck "Schmierentheater" in den Sinn. Die Behauptungen "Freileitungen seien Schuld an Waldbränden", "Kühe geben unter Freileitungen weniger Milch", "Kinder erkranken an Leukämie", "Freileitungen könnten gesprengt werden", Land Salzburg war für Verfahren nicht zuständig, etc. werden nicht wahrer, wenn man sie ständig wiederholt. In ganz Europa gibt es nachweislich keinen Fall eines Waldbrandes wegen einer defekten Freileitung. Dagegen gibt es nachweislich schwere Schäden durch eine Explosion eines 380-kV-Erdkabels in Berlin. Über einem Erdkabel wären die elektromagnetischen Strahlen wesentlich höher als unter einer Freileitung, da man wesentlich näher am stromführenden Leiter wäre. Die Salzburger Landesregierung hat ausschließlich den Anteil der Salzburgleitung im BL Salzburg genehmigt, der kleinere Anteil von den Behörden in OÖ. Die Gesetzeslage in Österreich ist halt so, das war schon bei der "Steiermarkleitung" mit den Ländern Stmk und Bgld so aber auch bei der "Salzburgleitung 1" von Braunau nach Elixhausen" durch die Behörden in OÖ und Sbg. Findige Rechtsanwälte ziehen den Salzburger Bürgermeistern das Geld aus der Tasche, was ja nicht deren Eigenes ist, sondern auch jenes aller Steuerzahler, auch das der Leitungsbefürworter. Die Beispiele "Steiermarkleitung" und "Salzburgleitung 1" haben ja gezeigt, dass lange Verfahrensdauern dem Steuerzahler viel Geld kosten, den Rechtsanwälten dagegen viel Geld bringen! Niemand will Stromleitungen in seiner Nähe haben, aber für eine überregionale Energiewende sind stabile, sichere Stromnetze unverzichtbar. Mit regionalen Strukturen, so wichtig sie auch sind, kann eine Energiewende nicht finanzierbar bewältigt werden. Unsre Politiker/-innen sollten das auch einmal klar aussprechen und ihrer Wählerschaft auch so kommunizieren. Die führenden Grünpolitiker Deutschlands haben das kürzlich öffentlich getan. Eines sollten alle, Leitungsgegner aber auch Politiker bedenken, die "Salzburgleitung ist eines der zentralen Energiewende-Projekte Österreichs und eignet sich daher nicht für technische Spielereien.

Friedrich Erhart, 5020 Salzburg

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