Leserbrief

Sturmtief "Vaia" und die Auswirkungen

Die kleinen Ausläufer des Sturmtiefs "Vaia" haben auch die Festung Hohensalzburg in der Stadt erreicht und dort für vergleichsweise geringe Schäden an den Dächern gesorgt. Vielleicht ist aber gerade dieser Anblick ein Anlass, um die Politik endlich einmal wachzurütteln, was geändert gehört, denn "Vaia" war mit Sicherheit nicht der letzte Sturm und auch nicht der schwerste von dem, was uns noch bevorstehen wird.
Es werden derzeit Abermillionen in den Hochwasserschutz gepumpt, was ja nun in dieser Situation auch nötig ist, aber es wurde und wird noch immer viel zu wenig für Prävention getan. Die Mittel des Katastrophenfonds im Nachhinein sind nur ein kleiner finanzieller Tropfen auf den heißen Stein.
Man muss auch in den Amtsstuben und in den Regierungsbüros endlich erkennen, dass es völlig kontraproduktiv, ja sogar gemeingefährlich ist, wenn man Bauvorhaben in Salzburg wie etwa aktuell eine Starkstromfreileitung mit riesigen Schlägerungen von 800 ha in Schutzwäldern und 70 Meter breiten Trassen und Baumaßnahmen in dazu völlig ungeeignetem Gelände in UVP-Verfahren durchwinkt und damit die drohende Gefahr für mögliche zukünftige Katastrophen in den Gemeinden, unter anderen eine davon ist auch Adnet, von Amts wegen sogar heraufbeschwört.
Die Bevölkerung im Land Salzburg hat ein Anrecht darauf, bestmöglich geschützt zu werden, und hier ist die Landesregierung mehr als säumig!

Isidor Ziller, 5421 Adnet

Aufgerufen am 18.10.2019 um 12:58 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/sturmtief-vaia-und-die-auswirkungen-61143634

Schlagzeilen