Leserbrief

Symbolischer Beitrag für Masken zumutbar

Im Gegensatz zum AK-Präsidenten Eder bin ich nicht unbedingt der Meinung, dass es zwingend nötig ist, die nun anzuwendenden Schutzmasken völlig gratis, quasi füllhornmäßig, zu verteilen - im Gegenteil: Denn es ist ja nicht so, dass die Handelsbetriebe die Masken gratis bekommen, sondern in Zusammenarbeit mit der Regierung und in deren Auftrag diese unter erheblichem Aufwand und Kosten organisieren, importieren und verteilen. Und alle diese Betriebe - vom kleinsten Händler und Kaufmann bis zum größten Konzern - sind gemeinsam mit ihren Beschäftigten das Rückgrat der Versorgung in Österreich und vor allem auch wichtige Arbeitgeber - gerade auch jetzt.

Die Erfahrung zeigt, dass alles, was völlig gratis ist, von leider gar nicht so wenigen Menschen, Anhängern einer 100-prozentigen Versorgungsmentalität nach Gießkannenprinzip, als wertlos angesehen und dann auch entsprechend behandelt - sprich missachtet und weggeworfen - wird. Deshalb scheint mir, dass, wenn ein symbolischer Betrag von 50 Cent bis einem Euro pro Maske eingehoben wird, dies a) für jeden leistbar ist und b) man einen kleinen, ohnehin nur symbolischen Beitrag leistet, um unser sehr gut funktionierendes System der Gesundheitsprävention aufrecht zu erhalten. Außerdem ist durch eine solche Vorgehensweise auch gewährleistet, dass eben keine Wucherpreise verlangt werden. Und möglicher Hamsterei wird zusätzlich ein kleiner Riegel vorgeschoben - auch im Interesse aller Arbeitnehmer!

Anton Neureiter, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 01.12.2020 um 04:21 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/symbolischer-beitrag-fuer-masken-zumutbar-86362840

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