Leserbrief

System Change, not Climate Change!

Verschiedene Seiten (d.h. Lobbys) versuchen, die FridaysForFuture Bewegung zu diskriminieren: Schulschwänzer; haben selber alle Handys; lassen sich im SUV kutschieren; fliegen mit den Eltern auf Fernurlaub; die sollen lieber vor der eigenen Umwelttüre kehren usw. ...
Ich frage diese "Kritiker/-innen": Wer hat denn diese rücksichtslose Ego-Konsumwelt geschaffen? Wer predigt nach wie vor grenzenloses Wachstum? Wer verdreckt unseren Planeten seit Jahrzehnten auf Kosten kommender Generationen? Sicher nicht diese Jugend, die sich zu Recht dagegen auflehnt! Ihr unlautere Motive zu unterstellen, ist üble Demagogie von Ewiggestrigen.
Folgende Beispiele zeigen, wie "ernst" die Sorgen unserer Jugend wirklich genommen werden:
- Die Regierung Kurz kürzt das Umwelt-/Klimabudget in den kommenden Jahren um 300 Mio €.
- Frau Köstinger, Bundesministerin für Nachhaltigkeit, verspricht: "Wir bleiben im Gespräch". Unverbindlicher geht's wohl nicht mehr.
- Unterrichtsminister Faßmann will die FridaysForFuture Demos gar per Erlass behindern bzw. abdrehen. Eltern werden sogar mit einer Verwaltungsstrafe bedroht, wenn sie das legitime Engagement (unentschuldigte Fernbleiben) ihrer Kinder unterstützen.
Für die idealistischen FridaysForFuture Demonstrant/-innen ist das Praxisunterricht in Staatsbürgerkunde und Demokratie.
Ich jedenfalls bin stolz auf diese aktive Jugend! Und sie hat Recht, wenn sie unüberhörbar skandiert: "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut…"

Wilfried Rogler, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 22.10.2020 um 05:39 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/system-change-not-climate-change-68293387

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