Leserbrief

Systemfehler nach Corona-Lockdown nun korrigieren

Obwohl selbstständige Unternehmerin, habe ich trotz der coronabedingten Einbußen davon Abstand genommen, um Hilfeleistung anzusuchen, weil ich der Meinung bin, dass viele Betroffene die staatliche Hilfe dringender brauchen.

Absolut nicht verstehen kann ich aber, dass die AUA mit völlig absurden Millionenbeträgen gefördert werden soll. Wann, wenn nicht jetzt, ist den Fluglinien beizubringen, dass der Flugverkehr keine Wachstumsbranche mehr sein kann? Es ist höchste Zeit im Sinne der Klimakatastrophe, Kerosin zu besteuern,
um endlich in den Bereichen Transport eine Kostenwahrheit herzustellen. Dasselbe gilt für die Transporte der zahlreichen Internetbestellungen. Kein anderes Land in der EU hat im Verhältnis zur Bevölkerung dermaßen viel Fläche für Handelszentren zugebaut.

Wenn viele trotzdem nun den gesamten Bedarf im Internet decken wollen, gehört auf jedes Geschäft ein Transportaufschlag verrechnet, der direkt an den Staat abzuliefern ist. Ganz abgesehen davon, dass Amazon und Co. auch dringend umsatzbesteuert gehören. Jetzt muss die Politik nicht nur Zuschüsse auszahlen, sondern endlich dringende Systemfehler in unserer Wirtschaft korrigieren. Dazu gehört auch, jene Unternehmer zu unterstützen, die zwar um viel Geld jahrelang Betriebsunterbrechungsversicherungen bezahlt haben, nun im Schadenfall aber von ihrem Versicherungsunternehmen gesagt bekommen: "Sorry, wir zahlen nicht." Auch da braucht es ein politisches Machtwort. Versicherungen sind primär für Risikohaftungen der Versicherten da, erst sekundär für Sport- und Kultursponsoring.


Josefine Lassacher, 5723 Uttendorf

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