Leserbrief

Tätig werden für das Marionettentheater

Nun ist es also so weit: Sämtliche Mitarbeiter des Salzburger Marionettentheaters haben Ende Dezember die Kündigung erhalten. Ich denke,es ist jetzt an der Zeit, dass die Kulturpolitiker der Stadt und des Landes Salzburg diesbezüglich ihren vollmundigen Lippenbekenntnissen, das Marionettentheater nicht sterben
lassen zu wollen, auch konkrete Taten folgen lassen.

Und zwar ohne Junktimierung mit einer Übernahme des Marionettentheaters durch
Herrn Maldeghem vom Salzburger Landestheater - noch dazu wo dieser eine solche
bereits dezidiert ausgeschlossen hat. Oder spekuliert er damit, dass ihm das Marionettentheater wie eine reife Frucht ohnehin in den Schoß fällt?

Und, sehr geehrte Kulturpolitiker, kommen Sie mir nicht mit dem Argument, dass das Marionettentheater kein geeignetes Konzept für die Rechtfertigung einer Subvention durch die öffentliche Hand geliefert hat.

Ich kenne kein Konzept von Seiten des Landestheaters, der Festspiele oder Salzburger Museen - die Liste ließe sich noch wesentlich weiter ausbauen - außer, dass diese Institutionen einen Beitrag zur kulturellen Vielfalt dieser Stadt liefern. Nichts anderes tut auch das Salzburger Marionettentheater seit über 100 Jahren!
Welche Schande wäre es, dieses von der Unesco zum immateriellen Weltkulturerbe
erklärten Kleinod jämmerlich verrecken zu lassen.

Also: Konkrete Taten,meine Damen und Herren der Salzburger Kulturpolitik, und zwar ziemlich rasch, bevor der bereits jetzt schon entstandene Schaden irreparabel wird.

Helmut Mühlbacher, 5026 Salzburg-Aigen

Aufgerufen am 20.09.2019 um 11:57 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/taetig-werden-fuer-das-marionettentheater-63740068

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