Leserbrief

Taschengeld für Frauen

Im Jahr 2018 davon zu sprechen, dass "Mütter" eine Herdprämie dafür bekommen sollen, dass sie, wie der Pucher Bürgermeister meint, ihre Kinder zwischen zwei und vier Jahren zuhause betreuen, ist mehr als rückständig. Was für negative Auswirkungen es für das berufliche Fortkommen von Frauen hat, wenn "Mütter" vier Jahre vom Arbeitsplatz fernbleiben, dürfte für diese Überlegung keinerlei Rolle spielen. Je länger man zuhause bleibt, desto unwahrscheinlicher ist es, wieder am selben Arbeitsplatz zurückkehren zu können. Wie schwierig es ist, trotz Babypause beruflich am Ball zu bleiben, dürfte den "Herren", die diese Modelle forcieren, wohl selbst nie erlebt haben. Besser wäre, endlich eine ordentliche Kinderbetreuung zur Verfügung zu stellen, die sich nach den Arbeitszeiten der Eltern (also Mütter und Väter) richtet und nicht Frauen ein Taschengeld dafür zu bezahlen, sich um Kind und Heim zu kümmern.

Ines Grössenberger, 5020 Salzburg

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