Leserbrief

Technischer Fortschritt verhindert

Zum Artikel "Österreichs Stromnetz ist ,nicht zukunftsfit'" vom 29.8. möchte ich Folgendes feststellen:

Die Übertragungsnetzgesellschaft Austrian Power Grid AG, namentlich Vorstand Gerhard Christiner, lässt uns wissen, dass das Österreichische Stromnetz nicht zukunftsfit sei. Recht hat er! Was er aber nicht dazu gesagt hat, ist, dass es die APG ist, die selbst seit Jahren die Verhinderin technischen Fortschritts für Österreichs Hochleistungstromnetz ist.

Hätte die APG vor Jahren eine Verkabelung der 380-kV-Strecke im Land Salzburg eingereicht, wäre diese Leitung wahrscheinlich schon längst in Betrieb. Sicher ist auch, dass diese Starkstromleitung nicht so sehr für die Versorgungssicherheit wesentlich ist, sondern zu 70 Prozent dem Stromhandel dienen soll, wie im Artikel ausführlich angedeutet wird. Für die Versorgungssicherheit ist der Ausbau der dezentralen Stromversorgung durch PV- und Windkraftanlagen weitaus effektiver. Die Verbund AG als Muttergesellschaft der APG und die Eigentümer, die zu über 80 Prozent die Verbund AG besitzen (verantwortlich BM Gewessler und Politiker/-innen aus Niederösterreich und Wien) sollten sich die ernsthafte Frage stellen, ob sie mit einem Vorstand, der technische Innovationen verschläft und aktiv verhindert, weiter arbeiten wollen. Die APG-Vorstände Christiner und Karall, die selbst den geforderten zügigen Ausbau durch Beharren auf Uralttechnik behindern, haben mit ihrer Presseinformation diesbezüglich einen Offenbarungseid geleistet.

Hubert Herzog, 5301 Eugendorf

Aufgerufen am 01.12.2020 um 11:01 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/technischer-fortschritt-verhindert-92332339

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