Leserbrief

Tempo 140 in Zeiten des Klimawandels?

Die letzten Leserbriefe bezüglich 100/140 km/h auf der Autobahn berücksichtigen nur den CO2-Ausstoß, aber nicht die damit verbundene Energieeinbringung- Aufheizung - das Klima generell. Aber was viel schwerwiegender ist, dass es hier nicht nur um CO2, sondern um die gesamte Schädlichkeit der Auspuff- Verbrennungsgase, der Chemie, der Wässer insgesamt, für den Lebensraum Erde geht. Wenn die stärkste Pflanze, der Baum, besonders im Gebirge, schon großflächig so weit geschädigt wird, dass er statt 60-80 Jahren, schon mit 30-40 Jahren wegen weitgehendem Nadelverlust und Absterbensgefahr geschlägert werden muss, oder diese Bäume den heute so stark anwachsenden Klimastürmen wegen zu geringer Zuwachsraten viel steifer werden und damit wesentlich früher knicken, führt dies zu riesigen finanziellen, aber auch Sicherheits-Volksschäden, die in die Milliarden gehen. Dann hört sich aber das Verständnis dafür auf, dass das Auto und vieles mehr, heute noch immer, weitgehend als "PS-Spielzeug" angesehen und missbraucht wird. Vor allem dann, wenn man bedenkt, das dies auch die gleiche Atemluft nicht nur für die Pflanze, das Tier, aber auch für den Menschen ist. Das wir solche Minister haben, die die 130 noch auf 140 erhöhen, statt erniedrigen sollten, zeugt von dessen krassen, nicht nachvollziehbarem Unverständnis. Das ist purer Populismus mit fürchterlichen Folgen, der noch Generationen in jeder Hinsicht schwerstens belasten wird!
Ich lade die SN, den ÖAMTC, den ARBÖ, wie alle repräsentativen Auto-, Heizungs- wie sonstigen "Verbrennungs- aber auch Chemiefirmen", inklusive der Vertreter der Landesregierung von Salzburg, zu einer Führung, zu einer Tagesbesichtigung über die Lage im Pinzgau, im Frühsommer nach Fusch mit einer anschließenden Diskussion zu kommen ein. Es müssen alle dafür Verantwortlichen endlich einmal wahrnehmen, wo wir eigentlich stehen, weil es schon längst 14.00 Uhr ist. Die Gesellschaft hat noch immer nicht begriffen, wer was verursacht und dafür nichts bezahlt oder zur Rechenschaft gezogen wird. Dass die Waldschäden, deren Wertverlust, die vorzeitige Aufforstung, wie Aufzucht, oder die damit bedingten Hang- und Hochwasser-Ereignisse an Schäden, wie deren Spätfolgen aber auch entgolten werden müssen. Denn da hört dann der Spaß und das Verständnis dafür auf! Wir haben ein Land von unvergleichlicher Schönheit und Wertigkeit - wollen wir es erhalten? Dann müssen wir aber "schneller schalten und auch der EU-einheizen!" Es geht nicht an, dass vorwiegend der Bergbauer und der Forst die Zeche zahlen!

Anton Wimmer, 5672 Fusch

Aufgerufen am 23.10.2020 um 12:59 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/tempo-140-in-zeiten-des-klimawandels-68940319

Schlagzeilen