Leserbrief

Teurer Wohnbau

Ich habe den Eindruck, dass seit Jahren betreffend diesem Thema Leute am Werk sind, die entweder nicht ernsthaft gewillt sind das Problem zu lösen oder sie haben es nicht verstanden:

1. Das Grundstück: Eine Umwidmung von Grün- in Bauland sollte nur mit einer entsprechenden Preisbindung für Soziales Wohnen möglich sein. Wenn der Grundeigentümer dies nicht will, gibt es keine Umwidmung. 2. Das Bauwerk: Nachteilig wirkt sich betreffend die Verteuerung die Bauordnung und die Wohnbauförderung aus: a) im Sozialen Wohnbau ist ein Keller entbehrlich (1/4 der Kosten) jeder hat heute eine Waschmaschine und Trockner in der Wohnung, Fahrräder in den Keller zu schleppen ist eine Zumutung; b) ein Keller ist auch keine Lagerstätte für nicht mehr benötigte Möbel etc. (Nachschau in den vor. Kellern);

c.) Heiz- und Tankräume fallen weg (nicht mehr genehmigungsfähig, Alternativlösungen sind Fernwärme oder Geothermie; d. Raumgrößen: Auslegung nach der WBF: behindertengerecht.

Tatsächlich sind nur zwei Prozent der bei uns lebenden Menschen behindert, die Auslegung für diesbezügliche Mehrflächen beträgt aber 100 Prozent. Das heißt, dass nicht nur für zwei Prozent der Wohnungen diese Mehrkosten gelten sondern 100 Prozent müssen diese völlig unnötigen Mehrkosten mittragen. (Zum Beispiel Schlafzimmer mind. 16 qm, obwohl sich der Mensch am wenigsten dort aufhält) Alternativlösungen wurden durch die WBF bisher abgewürgt; e.) die zuständige Anteilung der LR bastelt nur herum, der zuständige Landrat ist auch kein Fachmann. Lösung: Einsetzung von Fachleuten zur Erarbeitung einer Gesetzesvorlage der WBF innerhalb von sechs Monaten.

Christian Zimmer, em. Mitglied der Bayerischen Architektenkammer, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 22.05.2022 um 11:14 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/teurer-wohnbau-114923818

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