Leserbrief

Tiroler Festspiele: "Die Vögel"

Zur Kritik der Oper "Die Vögel" (SN vom 22. Juli):

Nach Lesen der Kritik von Herrn Fuchs habe ich mich gefragt, ob wir vielleicht in zwei verschiedenen Aufführungen waren. Da das definitiv nicht der Fall gewesen sein kann, bin ich über die so unterschiedliche Wahrnehmung der Aufführung einerseits durch den Kritiker und andererseits durch das Premierenpublikum doch sehr überrascht. Kann etwas wirklich so schlecht gewesen sein, das ca. 800 Besuchern einheitlich sehr gut gefallen hat und das ausgiebig bejubelt wurde? Ich jedenfalls habe kein einziges "Buh" gehört, was heute nach einer Opernpremiere fast schon ein Wunder ist.

Aber sei wie es sei, Kritik steht dem Kritiker zu. Was aber nicht geht, ist die unverhohlene Publikumsbeschimpfung am Ende der Kritik - wie anders wäre das Wörtchen "Ach" aus Kleists Amphitryon zu verstehen als "Ach", mit welch dummen Publikum habe ich als Fachmann es hier zu tun? Nun, die Meinung von Herrn Fuchs werde ich durch mein Schreiben sicher nicht beeinflussen können aber das Publikums derartig abzuqualifizieren ist nicht akzeptabel.

Dipl.-Ing. Jörg Kouba, 5026 Salzburg

Aufgerufen am 24.10.2020 um 02:39 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/tiroler-festspiele-die-voegel-73946263

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