Leserbrief

Tödliches Trauma

Zu Viele Eltern wissen nicht, wie man mit einem Baby umgeht" (SN vom 11. 12.):

Unfassbar, dass es wirklich vorkommt, dass man als Elternteil solch eine Gewalt über sein Kind bringen kann. Davon abgesehen, dass es keine Entschuldigung für ein solches Verhalten gibt, denke ich, dass die Überforderung als Grund nicht immer alleine zutrifft, sondern auch oft die hohen Anforderungen an sich selbst oder durch außen.

Man möchte alles perfekt machen und stellt sich die Zeit mit dem Baby wunderschön vor. Es ist auch wunderschön, aber auch harte Arbeit und es ist ein 24 Stunden Job. Man darf in keinem Moment schwach sein, oder die Beherrschung verlieren. Ich bin selbst dreifache Mama und mein jüngstes Kind ist zwei Monate alt, die älteste fünf Jahre. Bei uns zu Hause ist es oft unaufgeräumt und ich habe manchmal kaum Zeit für mich, aber ich nehme mir die Zeit für die Kinder, wenn sie diese benötigen. Der Haushalt kann warten, ein hungriges Baby nicht!

Säuglinge brauchen ständig Körpernähe und schreien nur, wenn sie hungrig oder müde sind oder Schmerzen haben. Sie dann fast zu Tode zu schütteln weil die Eltern "überfordert" sind, macht mich wütend, traurig und fassungslos zugleich.

Das fehlende Erfahrungswissen rechtfertigt in keiner Weise Gewalt gegen einen kleinen, hilflosen Menschen, den man auch nicht selbst in die Welt gesetzt hat. Eltern nehmt euch für eure Kinder Zeit, achtet auf ihre Bedürfnisse, damit es erst gar nicht so weit kommt, dass sie so viel schreien! Nehmt euch zur Not auch Hilfe von außen! Unsere Kinder sind das Wertvollste und Tollste, dass es gibt!

Christina Rothenwänder, 3804 Allentsteig

Aufgerufen am 24.01.2021 um 08:39 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/toedliches-trauma-80561962

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