Leserbrief

Traktorunfall: Präventive Gespräche und eine Sensibilisierung der Eltern

Es bedarf schon einer dementsprechenden Rechtfertigung über den leichtfertig herbeigeführten Tod zweier Kinder, verursacht durch einen 13-jährigen Buben. Hat man immer noch nicht das Gefühl, dass bereits zu viele Kinder - speziell auf Bauernhöfen - durch diese Schwerfahrzeuge, aus Leichtsinnigkeit, umgekommen sind? Wer diesbezüglich schicksalhafte Umstände - z. B., er ist ja schon hundertmal damit gefahren - als Erklärung angibt und dem keine gesetzliche Bestimmung zur wesentlichen Verbesserung dieser tragischen Vorfälle in den Sinn kommt, sollte sich besser aus dieser Debatte heraushalten. Nach dem tragischen Unglück kann man dem Argument des Privatgrundstückes, keine sinnvolle Rechtslage mehr abgewinnen. Beim Bau einer Straße wird auch in das Privatrecht eines Grundstückbesitzers eingegriffen. Genau so gute Gründe gäbe es für den Gesetzgeber, das Privatgrundstück, eines Landwirtes, zum Schutze der Kinder, zu öffnen. Eine Gleichstellung entspreche der Gerechtigkeit. Hier müssen Auflagen, wie gesicherte Geräte, das Unterbinden der Inbetriebnahme von speziell Traktoren (Absperren-Schlüsselverwahrung), Absprache über die Aufsicht des oder der Kinder. Präventive Gespräche und die Sensibilisierung der Eltern erscheinen nützlicher, als eine seelische Betreuung nach Selbstvorwürfen und Verzweiflung. Natürlich wäre dazu eine Beratungseinrichtung genauso sinnvoll, wie jene der Kriseninterventionsstelle.

Heinz Pruner, 5020 Salzburg

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