Leserbrief

Traurig über Schließung vom Gasthaus Hinterbrühl

Zum Artikel "Wirt vom Salzburger Traditionsgasthaus Hinterbrühl sperrt endgültig zu" vom 11. 4. 2020:

Schlimmer kommt's nimmer! Ist es mir schon verwehrt, mein geliebtes Salzburg, das mir in Jahrzehnten zur zweiten Heimat geworden ist, für Wochen nicht besuchen zu können, stimmte mich die Meldung, das Sylvia und Peter Bernhofer als Gastwirte ab sofort nicht mehr existieren, unendlich traurig. Ein solches Essen und eine solche Atmosphäre wird es in der Salzburger Innenstadt so bald nicht mehr geben. Denn genau dieses Zusammenspiel war Garant für jahrelangen Erfolg im gastlichen Hinterbrühl. Egal wie voll Gastraum und Schanigarten waren, alle Essenskompositionen von Frau Sylvia erklommen immer den Gipfel der Kulinarik. Alles war frisch, alles war aus der Region, die diversen Gerichte mit und ohne Fleisch wurden mit Liebe und höchster Kochkunst zusammengestellt. Wer die Palatschinken verschmähte, dem fehlte der krönende Abschluss. Wirt Peter und seine Helfer liefen sich bestimmt etliche Schuhsohlen ab, so schnell und heiß brachten sie die Teller zu den Gästen. Und auch in der größten Hektik erläuterte der Wirt ganz nebenbei die hohe Politik; er ist halt ein Genie. Bleibt mir nur, dem Ehepaar Bernhofer zuzurufen: "Ad sanus et felix multos annos!"


Manfred Holthoff, D-83684 Tegernsee

Aufgerufen am 01.12.2020 um 01:06 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/traurig-ueber-schliessung-vom-gasthaus-hinterbruehl-86452285

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