Leserbrief

Trauriger Vogelwinter

Seit ich die grüne Tonne habe, ist mein Komposthaufen steril. Ich habe fast keine Fliegen mehr, keine Asseln (auch im Keller nicht mehr, sind immer durch den Gully hineingekommen) und Häuslschnecken auch ganz wenige. Die Igel sind auch schon ganz wenig geworden. Ich versuche trotzdem, meinen kleinen Garten "schlampert" zu halten. Erste Mahd nach der Löwenzahnblüte. Brennesseln dürfen auch unter den Thujen wachsen.
Ich glaube, die alten Vögel haben sich stark reduziert und die jungen sind wegen Insektenmangels nicht kräftig genug und auch verhungert. Und das ist heuer kollabiert. Früher haben sich Spatz und Meise um den Dachröhren-Winterplatz gestritten (noch altes Dach). Auch Spatzen gibt es fast keine. Die Tauben reduzieren sowieso die Krähen und leider auch die anderen Jungvögel. Meine Nachbarn haben große Laubbäume. Viel Laub liegt bei mir, welches ich teilweise liegen lasse. Die paar Amseln kratzen gerne darin. Um meine mardersicheren Vogelhäuser war immer ein Griss. Heuer werde ich auf meinem Vogelfutter sitzen bleiben. Insektenhotels sind nicht besetzt.


Dagny Berger, 5020 Salzburg

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