Leserbrief

Triage-Entscheidung kann nur von einem Arzt getroffen werden

Ich möchte dem von Dr. Ewald Esterer verfassten Leserbrief (SN v. 7. 1.) voll und ganz zustimmen! Eine Diskussion darüber, wer eine Triage durchführen soll, ist meiner Meinung nach so ziemlich das Überflüssigste, was man sich vorstellen kann. Eigentlich müsste es eine Selbstverständlichkeit sein, dass nur ein Arzt, also eine Person, die medizinisch auf Grund ihrer mehrjährigen Ausbildung mit zahlreichen schwierigen Prüfungen (sog. Rigorosen) und meist zusätzlich notärztlicher Praxistätigkeit am besten ausgebildet ist, in kritischen Situationen, wo schnell entschieden werden muss, eine Triage (Reihenfolge der vordringlichsten
Patientenbehandlungen) vornehmen darf. Es ist mir völlig unverständlich, wie Entscheidungsträger bzw. Politiker auf die Idee kommen können, solche kritische und meist innerhalb kürzester Zeit zu treffende Entscheidungen durch fachfremde Personen wie Juristen, Ethiker oder Psychologen mitbestimmen zu wollen. Abgesehen davon, dass diese angeführten Berufsgruppen in der Entscheidungszeit kaum vor Ort sein werden, kann diesbezüglich keine Abstimmung oder Diskussion geführt werden, da Entscheidungen über notwendige Behandlungen unmittelbar und nur auf Grund fachlicher Expertise getroffen werden können.

Dr. Wolfgang Hinterberger, 5630 Bad Hofgastein

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