Leserbrief

Trittbrettfahrer mag man nicht!

Ein Sprichwort lautet: "Jedes Land hat eine Armee, wenn nicht die eigene, eine fremde". Frau Verteidigungsminister will wieder einmal das Heer reformieren und musste erst durch den Herrn Bundespräsidenten über die gesetzlichen Aufgabe des Heeres "belehrt" werden, als es ihr um die erneute Reduzierung der Waffensysteme ging. Es gibt kein militärisches Vakuum. Wenn ein Land nicht willens ist, sich selbst zu schützen und zu verteidigen, werden es andere tun. Abgesehen von der nationalen und internationalen Verpflichtung ein bestimmtes Heer zu haben, wie im Staatsvertrag, in der Verfassung und im Wehrgesetz vorgesehen, ist man auch aus Solidarität zu der Staatengemeinschaft gut beraten, an internationalen Einsätzen mitzuwirken. Das Heer wurde in den letzten drei Jahrzehnten so oft reformiert, dezimiert und umgegliedert, dass es in seiner Existenz gefährdet ist. Und die Frau Minister ist bereit, die letzten Reste des noch existenten Militärs - zur Freude der Grünen und der Heeresgegner - zu Grabe zu tragen. "Stell dir vor, es ist Krieg, und niemand hilft dir?"- kann Realität werden, wenn Österreich als sicherheitpolitischer Trittbrettfahrer die militärischen Fähigkeiten aufgibt. Internationale Einsätze, aber auch die im Inland möglichen Einsatzszenarien - nicht nur in der Katastrophenhilfe - erfordern ein funktionierendes Sicherheitsinstrument.

4910 Ried im Innkreis

Jakob Lausegger,

Aufgerufen am 28.11.2020 um 03:56 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/trittbrettfahrer-mag-man-nicht-91790734

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