Leserbrief

Über das schlechte SPÖ-Ergebnis

Bernhard Auinger sagt, dass die falschen Themen der Grund für das schlechte Abschneiden der SPÖ bei der Nationalratswahl 2019 waren. Selbst wenn das stimmt, erklärt es nicht, warum die SPÖ in der Stadt Salzburg schon wieder deutlich schlechter abgeschnitten hat als im Landesdurchschnitt. Vielleicht lag das wirklich an den Themen, allerdings an denen der Stadt-SPÖ. Alte Feuerwehrautos, ein 30-Millionen-Geschenk an den Bund in Form eines Fotomuseums, der Rot-Kreuz-Parkplatz und der Wortbruch Auingers in der Frage der Veranstaltungen auf dem Residenzplatz sind nicht die sozialen Themen, die der Vizebürgermeister einfordert.

Von einem gewichtigen SPÖ-Funktionär ist zu hören, dass die SPÖ-Fraktion im Gemeinderat in allen Ressortbereichen, die nicht von der SPÖ geführt würden, als Opposition agieren müsse. Hier wird Wadlbeißerei mit Politik verwechselt, wodurch sich die Spirale für unsere Partei immer mehr nach unten dreht. Leider verhindern ihre versteinerte, konservative Struktur und erfolglose Sesselkleber, dass sich begabte, ambitionierte, jüngere Leute stärker einbringen können. Der Stadt und der SPÖ würde das aber guttun.


Josef Reschen, 5020 Salzburg

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