Leserbrief

Über den Gaisbergrand hinaus schauen

Gaisberg wegen Ansturm gesperrt - auch während der Coronakrise. Vielleicht sollte man dem Wert der Naherholungsgebiete der Stadt Salzburg nun doch endlich einen wichtigeren Stellenwert zuordnen als bisher? Der Nockstein, der kleine Bruder vom Gaisberg, ein ganz wichtiges Naherholungsgebiet und vor allem mit noch wirklich
intakter Natur, soll durch die 380-kV-Freileitung zerstört werden! Ja richtig gelesen: zerstört.

Es muss dringend der Bau einer 380-kV-Freileitung gestoppt werden. Der Slogan "Mensch vor Natur" gilt nur ganz bedingt. Der Mensch kann nicht ohne die Natur, aber die Natur sehr wohl ohne Mensch.

Die Leitung soll oder wie viele sagen muss gebaut werden, ja aber: naturschonend und unter der Erde oder dort, wo sie hingehört - auf öffentlichem Grund wie Bahntrasse, Autobahn, entlang der Salzach es gibt unzählige Möglichkeiten.

Da ist jetzt umso mehr auch unsere Landesregierung gefordert , dies endlich einzusehen und umzusetzen, als ständig auf Tauchstation zu gehen und den Gegnern Prügel vor die Füße zu werfen, oder halten es da nun alle so: Wenn ich von Salzburg aus Richtung Gaisberg schaue und keine Leitung sehe, dann kann ich damit leben . . . 

Liebe Salzburger, wacht auf und helft mit, dass intakte Natur verschont bleibt, es geht uns alle an, nicht nur die unmittelbar Betroffenen. Nur gemeinsam schaffen wir das.

Gerda Seewald, 5023 Salzburg

Aufgerufen am 28.11.2020 um 03:57 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/ueber-den-gaisbergrand-hinaus-schauen-86363617

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