Leserbrief

Umsetzbarkeit der 380-kV-Verkabelung

Immer wieder schreiben dieselben besorgten Bürger, dass eine Umsetzung der 380-kV-Salzburgleitung als Teilverkabelung technisch nicht möglich sei. Dazu hat der damalige und heutige technische Vorstand der Austrian Power Grid (kurz APG = Projektwerber) im Juni 2012 mir und einem weiteren Gesprächspartner gegenüber deutlich geäußert, dass eine Erdverkabelung jedenfalls technisch möglich sei. Eine ähnliche Aussage traf laut Medienberichten Verbundvorstand Anzengruber gegenüber dem Eugendorfer Bürgermeister Hans Strasser. Nachsatz bei beiden Herren aus der Stromwirtschaft: Die Politik müsse dies in Auftrag geben. Ein Blick über die Grenze ins offenbar technologisch innovativere Deutschland zeigt, dass sich dort bereits unzählige Erdkabelprojekte in Umsetzung bzw. Betrieb befinden. Nun ist in Salzburg Stadt, Land und Bund die derzeit stimmenstärkste Partei ÖVP mit ihren bekannten Protagonisten gefordert zu handeln. Massiver Schaden bedroht das Land und es sind nicht nur wenige Menschen betroffen, sondern (belegbare) Tausende im direkten Bereich und Hunderttausende im indirekten Bereich. Das gesamte Ausmaß der Zerstörung wäre erst nach Umsetzung des Projekts erkennbar, jedoch die Verantwortlichen leicht auszumachen.

Mag. Michael Bacher, 5023 Salzburg-Koppl

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