Leserbrief

(Un-)erfolgreiche Skination Österreich

Die Skinationalmannschaft mit den höchsten zur Verfügung stehenden Beträgen ist mittlerweile beinahe 700 Punkte hinter der Schweiz angelangt.

Das kann man niemand anderem als dem Präsidium anlasten. Neun Jahre wurde auf die Siege von Marcel Hirscher gesetzt und man hat dabei vergessen, dass es auch gilt, Nachwuchs auszubilden oder zu fördern. Interessanterweise erlebt zum Beispiel Romed Baumann im deutschen Skiteam einen zweiten Frühling, während er im österreichischen Team nur eine eher nachgeordnete Leistung bot und zuletzt aus dem Team entfernt wurde. Irgendetwas muss die Konkurrenz besser machen, denn wie kann ein Abfall von Manuel Feller erklärt werden, der heuer keine zwei Ski in die Piste bringt. Er war immer schon Ausfallkandidat, aber er hat auch sehr gute Leistungen erbracht. Selbst in den Speed-Disziplinen zeigen die Athleten bei Rennen nicht die Trainingsleistungen. Ähnliche Misserfolge gibt es bei den Damen seit Jahren.

Nur Kopfschütteln im Zielraum erscheint mir da zu wenig zu sein. Es muss schon längst Konsequenzen geben, entweder arbeiten nicht die richtigen Trainer oder vielleicht ist es angebracht, die gesamte Führung vom Präsidenten abwärts auszutauschen. Die Schweizer, Italiener und Norweger bringen bei deutlich geringer zur Verfügung stehenden Mitteln hervorragende Leistungen, auch in der Nachwuchsarbeit.

Es erscheint jetzt der richtige Zeitpunkt, das Ausflugsziel wird in Pattaya im Mai absolviert sein, wer kommt eigentlich auf die Idee einen Tagungsort auszuwählen, der mit Skisport genau so viel gemein hat wie Muscheltauchen in Österreich? Mein Zuschauerinteresse für Skiübertragungen hat im heurigen Winter deutlich nachgelassen.

Dieter Wagner, 5026 Salzburg

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