Leserbrief

Unbegreifliches Urteil gegen Almbauern

Sind wir offenbar tatsächlich schon bei "amerikanischen Verhältnissen", dass alles eingeklagt werden kann und die Eigenverantwortung überhaupt nicht mehr zählt! Mir ist schon lange unerklärlich, warum wenn mit "Auf Eigene Gefahr" oder anderen eindeutigen Hinweistafeln in der freien Natur darauf hingewiesen wird, dass eben jeder für sich selbst entscheiden kann, ob er dieses Risiko eingehen will, bei etwaigen Unfällen andere dafür haften und zahlen sollen? Allerhöchste Zeit, dass dieses für Anwälte unglaublich profitable Geschäft von allerhöchster Stelle endlich ein Riegel vorgeschoben wird. "Auf Eigene Gefahr" heißt Punkt aus "Auf Eigene Gefahr" und nichts anderes! Dann können auch z. B. Güterwege für Mountainbiker nicht mehr willkürlich gesperrt werden, weil sich entsprechende Grundbesitzer hinter dem Haftungsrisiko zum Teil auch berechtigt verstecken. Ganz abgesehen davon, dass eine wie bisher zum Wohle aller betriebene Almwirtschaft unter diesen Umständen ohne gigantische Kosten für die Errichtung von Zäunen wohl aufhört oder genau so schlimm zur Aussperrung der Wanderer führen müsste, für ein Fremdenverkehrsland wie Österreich wohl ein Fiasko!


Mag. Anton Pink, 5422 Bad Dürrnberg

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