Leserbrief

Unergründliche Entscheidung für Bestand des Rotkreuz-Parkpatzes

Naturgemäß ist es dem einfachen Bürger nicht immer gegeben, die Entschlüsse seiner Stadtväter in all ihrer Weisheit zu erfassen. Als Beispiel sei an den Busterminal ausgerechnet in der engen Paris-Lodron-Straße erinnert oder gar an den zwecks Verkehrsberuhigung verordneten Umweg durch die Altstadt (Stichwort Gstättengasse).

Nun überrascht der Gemeinderat mit der Ablehnung, bei der geplanten Kreisverkehrserrichtung gleich den ganzen Rotkreuz-Parkplatz aufzulösen. Dieser ist freilich historisch gewachsen, aber als Parkplatz in der Altstadt ohne Zweifel verkehrsanziehend (was man ja auch bei der Erweiterung der Mönchsberggarage befürchtet). Der gemeine Bürger dieser schönen Stadt würde wohl annehmen, dass diese Altlast früherer Verkehrsplanungen zu beseitigen ein Ziel wäre, das sich lohnte. Schließlich würden an einer der schönsten Stellen des Salzachufers wieder Menschen statt Autos den Ton vorgeben.

Welch ein Gewinn für unsere Stadt - sollte man meinen! Doch wahrhaft unergründlich sind die Entscheidungen unserer Stadtväter! Selbstverständlich schließe ich aus, dass allein parteitaktische Überlegungen alle anderen Parteien, inkl. der Bürgerliste, veranlasst haben könnten, gegen diesen Vorschlag der Roten zu stimmen. Schließlich geht es doch allen nur um das Wohl der Bürger und Bürgerinnen. Aber was dann war der Grund für dieses Abstimmungsverhalten?

Nun, wir werden es einmal mehr nicht ergründen, da uns gemeinen Bürgern die Einsicht bitter fehlt.


Olaf Arne Jürgenssen, 5342 Abersee

Aufgerufen am 20.10.2021 um 06:06 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/unergruendliche-entscheidung-fuer-bestand-des-rotkreuz-parkpatzes-100885084

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