Leserbrief

Unrühmliches Ende einer spannenden F1-Saison

Dass Max Verstappen sich den WM-Titel in der heurigen Saison verdient hat, darüber gibt es keinen Zweifel, nur wie dieser letztendlich zustande gekommen ist, ist mehr als fraglich. Da fährt im letzten und entscheidenden Rennen sein Konkurrent Lewis Hamilton einem sicheren Sieg entgegen, ehe er kurz vor Schluss in mehrfacher Hinsicht benachteiligt wurde. Zunächst hat er durch das Safety-Car fast seinen gesamten Vorsprung eingebüßt. Verstappen konnte sich dagegen bei einem Boxenstopp einen frischen Reifensatz mit der weichsten Gummimischung abholen und mehr oder weniger ohne Zeitverlust wieder aufschließen. Hamilton hätte dasselbe anschließend nur unter Aufgabe seiner Führungsposition machen können, daher musste er auf der Strecke bleiben. Auf Intervention von Red Bull hat man dann alle Fahrzeuge, die zwischen Hamilton und Verstappen lagen, aus dem Weg geräumt. Diese hat Hamilton schon vor der Safety-Car-Phase überholt, Verstappen aber nicht. Damit hat man Hamilton den letzten noch verbliebenen Vorsprung weggenommen. Die Fahrer hinter Verstappen durften sich aus Zeitgründen nicht zurückrunden. Als nächstes hat man eiligst das Safety-Car, das nach dieser Aktion noch eine weitere Runde anhängen hätte müssen, hereingeholt, um in einer allerletzten Runde Verstappen die Möglichkeit zu geben, an Hamilton vorbeizukommen. Ein unfairer Kampf, weil Hamilton mit harten und schon 44 Runden alten Reifen unterwegs war. Die WM-Entscheidung ist damit zur Farce geworden. Ohne diese Entscheidungen der Rennleitung zugunsten Verstappens hätte Hamilton das Rennen und damit auch die WM gewonnen.

Dr. Wolfgang Pfeffer, 5411 Oberalm

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